GEO / AI-Search

AI-Crawler

Auch bekannt als: LLM-Crawler, KI-Bot, GPTBot, ClaudeBot, Google-Extended, PerplexityBot

AI-Crawler sind spezialisierte Bots, die KI-Anbieter betreiben, um Webseiten für zwei Zwecke zu crawlen/erfassen:

1. Training künftiger LLM-Modelle und 2. Live-Retrieval für Antwort-Generierung. Im Gegensatz zu klassischen Suchmaschinen-Bots gibt es pro Anbieter oft mehrere User-Agents mit unterschiedlichen Zwecken — wer die Sichtbarkeit in KI-Antworten erhalten will, muss die Live-Retrieval-Bots erlauben, kann aber Training-Bots bei Bedarf sperren.

Autor: Knut Nickol | Stand: 27.10.2026

Die wichtigsten AI-Crawler

  • GPTBot (OpenAI) — Training-Crawler für künftige GPT-Modelle.
  • OAI-SearchBot (OpenAI) — Live-Crawler für ChatGPT Search.
  • ChatGPT-User (OpenAI) — User-getriggerter Live-Crawler.
  • Google-Extended (Google) — Training-Crawler für Gemini.
  • ClaudeBot (Anthropic) — Training-Crawler.
  • Claude-User, Claude-SearchBot (Anthropic) — Live-Crawler.
  • PerplexityBot (Perplexity) — Training und Index.
  • Perplexity-User (Perplexity) — User-getriggerter Live-Crawler.
  • Bytespider (TikTok/Doubao) — Training-Crawler.
  • CCBot (Common Crawl) — Indexiert Web für viele LLM-Trainings.
  • FacebookExternalAgent, Meta-ExternalAgent (Meta) — Live und Training.
  • Amazonbot (Amazon) — für Alexa/Q.

Die Kennung allein beweist nicht, dass ein echter KI-Crawler anfragt

Der User-Agent ist ein frei wählbarer Text. In einer Auswertung der Serverprotokolle von rankmio.de über 14 Tage mit 171.590 Zugriffen (Oktober 2026) kamen Angriffsversuche unter den Namen echter KI-Bots herein, etwa ein Versuch, Systemdateien auszulesen, mit der Kennung von ClaudeBot. Drei Adressen aus der Google Cloud wechselten im Minutentakt zwischen GPTBot, ChatGPT-User, OAI-SearchBot, Claude-User und PerplexityBot.

Echte Crawler erkennst du an der Herkunftsadresse/IP-Adresse, nicht an der Kennung. Die großen Anbieter veröffentlichen die Adressbereiche ihrer Crawler, OpenAI etwa für GPTBot. Wer KI-Crawler-Besuche zählt, sollte deshalb beides prüfen, sonst zählen Angreifer als KI-Sichtbarkeit mit.

Strategie: Welche erlauben, welche sperren

Drei pragmatische Empfehlungen: (1) Volle Sichtbarkeit — alle AI-Crawler erlauben. Maximaler GEO-Hebel, gleichzeitig Training-Einwilligung. (2) Live ja, Training nein — Live-Crawler (OAI-SearchBot, Claude-SearchBot, Perplexity) erlauben, Training-Crawler (GPTBot, ClaudeBot, Google-Extended) sperren. Erhält GEO-Sichtbarkeit, ohne der Trainings-Use zuzustimmen. (3) Komplettsperre — alle AI-Crawler raus. Schützt Inhalte vor jeglicher KI-Nutzung, aber Domain ist in KI-Antworten unsichtbar — gleichbedeutend mit „existiert nicht" in der Multi-Engine-Zukunft.

Konkretes robots.txt-Beispiel (Variante 2)

# Training-Crawler sperren
User-agent: GPTBot
Disallow: /

User-agent: ClaudeBot
Disallow: /

User-agent: Google-Extended
Disallow: /

User-agent: Bytespider
Disallow: /

User-agent: CCBot
Disallow: /

# Live-Crawler erlauben (kein Eintrag = erlaubt)
# OAI-SearchBot, Claude-User, Perplexity sind nicht aufgeführt = freier Zugriff

Praxisbeispiel

Beispiel: Ein Magazin sperrte 2023 alle KI-Crawler komplett — Strategy: „Wir geben unsere Inhalte nicht für KI-Training her." Folge 2025: Bei 47 von 50 Test-Anfragen in ChatGPT Search und Perplexity wird das Magazin nicht zitiert, obwohl klassische Google-Rankings gut sind. Konkurrenz mit ähnlichen Inhalten, die Live-Crawler erlauben, gewinnt einen wachsenden Anteil des KI-Referral-Traffics. Korrektur Anfang 2026: Variante 2 (Training-Sperre, Live-Crawler frei) — Sichtbarkeit in KI-Antworten erholt sich nach 8 Wochen auf 35 von 50 Anfragen.

Häufige Fragen

Was ist ein AI-Crawler?
Ein AI-Crawler ist ein spezialisierter Bot von KI-Anbietern (OpenAI, Anthropic, Google, Perplexity), der Webseiten für zwei Zwecke besucht: Training künftiger LLM-Modelle und Live-Retrieval für aktuelle Antworten. Beispiele: GPTBot (OpenAI Training), OAI-SearchBot (ChatGPT Live), ClaudeBot (Anthropic Training), PerplexityBot (Perplexity Index).
Sollte man AI-Crawler blockieren?
Kommt auf das Ziel an. Wer in KI-Antworten zitiert werden will, muss Live-Crawler erlauben — sonst existiert die Domain für ChatGPT, Claude und Perplexity nicht. Training-Crawler lassen sich separat sperren, wenn Inhalte nicht in künftige Modelle einfließen sollen. Komplettsperre kostet GEO-Sichtbarkeit vollständig.
Wie sperrt man einen AI-Crawler?
Per robots.txt:
User-agent: GPTBot
Disallow: /

Für Live-Crawler zusätzlich Claude-User, OAI-SearchBot, PerplexityBot. Manche Anbieter beachten zusätzlich Meta-Robots-Tags wie noai oder noimageai.
Halten sich AI-Crawler an die robots.txt?
Die etablierten Anbieter ja — OpenAI, Anthropic, Google, Perplexity dokumentieren ihre User-Agents und respektieren robots.txt. Ausnahmen: einzelne Scraper und Aggregatoren ignorieren Regeln. Für kritische Daten empfiehlt sich zusätzlich Server-seitige Bot-Erkennung mit User-Agent-Prüfung und Rate-Limiting.
Welche AI-Crawler gibt es 2026?
Über 20 bekannte User-Agents. Wichtigste: GPTBot, OAI-SearchBot, ChatGPT-User (OpenAI), ClaudeBot, Claude-User, Claude-SearchBot (Anthropic), Google-Extended (Gemini), PerplexityBot, Perplexity-User (Perplexity), Bytespider (TikTok/Doubao), CCBot (Common Crawl), Meta-ExternalAgent (Meta), Amazonbot (Alexa). Neue Crawler kommen alle paar Monate hinzu.
Quellen

Wird in Rankmio genutzt für

AI-Bot-Konfiguration im robots.txt-Audit

Zur Funktion →

Letzte Aktualisierung: 2026-10-27  ·  Alle Glossar-Einträge ansehen

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