SEO

Hreflang

Auch bekannt als: hreflang-Tag, rel=alternate hreflang, Sprach-Annotation

Hreflang (HTML-Attribut rel="alternate" hreflang="…") teilt Suchmaschinen die Sprach- und Regional-Varianten einer Webseite mit. Bei einer Webseite, die in mehreren Sprachen oder für mehrere Länder existiert, sorgt es dafür, dass Google in jeder Region und Sprache die jeweils passende Variante ausspielt — und nicht versehentlich die englische US-Version einem deutschen Nutzer zeigt. Hreflang ist eines der mächtigsten und gleichzeitig fehleranfälligsten SEO-Werkzeuge.

Sprach- und Regions-Codes

Hreflang nutzt ISO 639-1 (Sprache, 2 Buchstaben) und optional ISO 3166-1 (Region, 2 Buchstaben). Beispiele: hreflang="de" (Deutsch, jede Region), hreflang="de-AT" (Deutsch für Österreich), hreflang="en-US" (Englisch für USA). Spezialwert hreflang="x-default" kennzeichnet die Fallback-Version, wenn keine andere Variante passt — meist die englische Hauptseite.

Die drei Implementations-Wege

Häufigste Hreflang-Fehler

Sechs Klassiker: (1) Fehlende Rück-Verlinkung — Seite A verweist auf Seite B, aber Seite B nicht zurück auf A. Google ignoriert dann die Annotation. (2) Falsche Sprach-Codes — z.B. „at" statt „de-AT" (Österreich gibt es als Region, nicht als Sprache). (3) Konflikt mit Canonical — Canonical zeigt auf eine andere Variante als hreflang. (4) 404 bei Zielseiten. (5) Vergessene x-default-Variante bei internationaler Webseite. (6) Hreflang im Body statt im Head — wird ignoriert.

Praxisbeispiel

Beispiel: Ein Schweizer Reise-Anbieter hat eine deutsche, französische und italienische Sprachversion. Ohne hreflang spielt Google in der Suche aus Genf manchmal die deutsche Variante aus — französische Nutzer bouncen ohne Lesen. Mit korrekter Hreflang-Annotation in der Sitemap (hreflang="de-CH", hreflang="fr-CH", hreflang="it-CH", hreflang="x-default") zeigt Google in jeder Region die richtige Sprachversion — die Bounce Rate für die französische Variante sinkt nach 6 Wochen von 71 % auf 42 %.

Haeufige Fragen

Was ist ein hreflang-Attribut?
Das hreflang-Attribut (<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="...">) sagt Google, welche URL-Version einer Seite für welche Sprache und Region gedacht ist. Beispiel: rankmio.de für deutschsprachige DACH-Nutzer, rankmio.com für englischsprachige. Ohne hreflang riskiert man, dass die falsche Sprachversion im lokalen Google indexiert wird.
Wo wird hreflang platziert?
An drei möglichen Stellen: (1) im HTML-Head via <link>, (2) im HTTP-Header (für Nicht-HTML-Dateien), (3) in der XML-Sitemap. Am robustesten ist die XML-Sitemap-Variante — sie ist zentral steuerbar und weniger fehleranfällig.
Welche Fehler passieren häufig bei hreflang?
Vier klassische Fehler: (1) fehlende reziproke Verlinkung (A verlinkt B, aber B nicht A), (2) falsche Region-Codes (de-AT statt de-CH), (3) URL-Fehler (Trailing-Slash-Inkonsistenz), (4) fehlender x-default für die Fallback-Version. GSC zeigt hreflang-Fehler unter „Internationale Ausrichtung".
Braucht jede internationale Website hreflang?
Ja, sobald es Sprach- oder Regionalversionen gibt. Selbst wenn Inhalte fast identisch sind, hilft hreflang Google, die richtige Version im richtigen Markt zu zeigen. Für einzelsprachige Sites ist hreflang irrelevant.

Wird in Rankmio genutzt fuer

Hreflang-Check im technischen SEO-Audit

Zur Funktion →

Letzte Aktualisierung: 2026-06-17  ·  Alle Glossar-Eintraege ansehen

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