Eine bestehende Seite musst du nicht neu schreiben, um sie mit Schema.org und JSON-LD zu ergänzen. Du gibst ihre Adresse im Content Studio an, das Studio holt den Text in den Editor und erzeugt beim Speichern die strukturierten Daten. Angaben wie Verlag und Logo, die die Seite schon mitbringt, bleiben dabei erhalten.
Webseiten wurden meist für Menschen erstellt
Menschen erkennen meist schnell, ob sie einen Artikel, eine Produktseite oder eine FAQ vor sich haben.
Die Struktur einer Seite lässt sich nicht allein aus der visuellen Darstellung zuverlässig ableiten
Ein Computerprogramm bzw. eine KI erkennt das nicht sofort. Es liest denselben Text und muss diesen Text erst einmal technisch lesen/verstehen. Für eine KI ist eine Überschrift erst einmal nur eine Zeile, die größer dargestellt wird. Ob darin der Titel eines Artikels steht oder der Name einer Werbeanzeige, geht aus der Größe nicht hervor.
Für Suchmaschinen und für Systeme wie ChatGPT ist das kein unüberwindbares Hindernis. Der sichtbare Text liefert bereits viele Informationen, und die Systeme werten ihn auch aus.
Bietet eine Webseite zusätzlich strukturierte Daten an, ergänzen diese maschinenlesbare Angaben und machen bestimmte Zusammenhänge für "Maschinen" einfacher lesbar. Informationen wie Autor, Überschrift eines Artikels und ev. befindet sich auch eine FAQ auf der Seite. Die KI kann dann die dazugehörigen Fragen und Antworten sofort erkennen und suchenden Usern diese Antworten eventuell sofort anbieten.
Strukturierte Daten ergänzen den Seiteninhalt um maschinenlesbare Angaben. Sie können Suchmaschinen helfen, bestimmte Inhalte und Zusammenhänge einzuordnen.
Viele ältere Beiträge enthalten bereits alle wichtigen Informationen, aber keine oder nur unvollständige strukturierte Daten. Der Artikel hat eine Überschrift, einen Autor und ein Veröffentlichungsdatum. Auch Fragen und Antworten sind vorhanden. Im Quelltext werden diese Angaben jedoch nicht immer ausdrücklich als Artikel oder FAQ beschrieben.
Wie das Content Studio hilft
Hier setzt das Rankmio Content Studio an: Du gibst die URL der bestehenden Seite ein oder importierst den Artikel über den Wordpress Import, übernimmst den redaktionellen Inhalt in den Editor und lässt daraus passende strukturierte Daten erzeugen.
Dabei bleiben Text und Auszeichnung getrennt. Schema.org stellt das Vokabular für die Beschreibung bereit; JSON-LD ist das Format, in dem Rankmio die Angaben dann ausgibt.
Wichtig: Strukturierte Daten garantieren weder bessere Rankings noch Zitate in KI-Antworten. Sie ergänzen den Inhalt um maschinenlesbare Informationen und können Suchmaschinen helfen, bestimmte Angaben einzuordnen. Ob und wie diese Informationen in Suchergebnissen verwendet werden, entscheidet das jeweilige System.
Was strukturierte Daten sind
Für diese zusätzlichen Angaben gibt es ein eingeführtes Verfahren, dass es schon vor der Einführung der KI-Systeme gab.
Vereinfacht gesagt sind strukturierte Daten ein maschinenlesbarer Beipackzettel für eine Webseite: Sie stehen nicht sichtbar auf der Seite, sondern in ihrem Quelltext, und sie beschreiben in einer festen Form, was der Besucher sieht.
Zwei Begriffe gehören dazu, und sie meinen nicht dasselbe.
Schema.org
ist das Vokabular, mit dem Inhalte und ihre Eigenschaften beschrieben werden — es legt fest, dass es einen Typ Article gibt und dass dieser eine headline, einen author und ein datePublished haben kann.
JSON-LD
ist eine der technischen Formen, in der sich diese Angaben in eine Seite einbinden lassen; sie steht als eigener Block im Quelltext. Das Vokabular sagt also, was beschrieben wird, die Einbindungsform, wie es dort hineinkommt.
Ein solcher Block sagt zum Beispiel: Dies ist ein Artikel. Seine Überschrift lautet so. Geschrieben hat ihn diese Person, veröffentlicht wurde er an diesem Tag. Und weiter unten: Hier folgen sechs Fragen, und das sind die dazugehörigen Antworten.
Auf vielen Seiten fehlen diese Angaben. Sie sind gut geschrieben und stehen seit Jahren online, aber im Quelltext fehlen diese zusätlzichen Informationen.
Eines sollte man dabei nicht erwarten: Strukturierte Daten sind kein automatischer Rankingfaktor und garantieren keine bessere Position in den Suchergebnissen. Sie können Suchmaschinen aber dabei helfen, Inhalte und Zusammenhänge einzuordnen, und bei einigen Datentypen zusätzliche Darstellungen in den Ergebnissen ermöglichen.
Warum man die Seite dafür nicht neu schreiben muss
Der naheliegende Gedanke wäre, den Beitrag beispielsweise im rankmio Content Studio noch einmal zu verfassen und diesmal alles richtig zu machen. Das wäre viel Arbeit für ein kleines Ziel, denn der Text selbst ist ja in Ordnung.
Es geht einfacher. Du gibst die Adresse der bestehenden Seite an, und das Studio holt sie sich. Du bekommst den Inhalt im Editor angezeigt, kannst ihn dort bearbeiten, und beim Speichern entstehen die strukturierten Daten, die bisher fehlten.
Was beim Lesen der Seite im Content Studio passiert
Eine Webseite besteht nicht nur aus Text. In ihrem Quelltext stehen auch Anweisungen, wie sie aussehen soll, und kleine Programme, die im Browser des Besuchers laufen. Ein Menü gehört dazu, eine Fußzeile, oft auch Werbung.
Davon kommt nur der Inhalt im Editor an: Überschriften, Absätze, Listen, Tabellen, Bilder und Links. Alles andere wird vorher entfernt, um potenziell gefährlichen Code auszuschließen.
Der Ablauf sieht deshalb so aus: Das HTML der Seite wird eingelesen, die redaktionellen Elemente werden herausgelöst, Skripte und Stile bleiben zurück, und was übrig bleibt, lässt sich im Editor weiterverarbeiten.
Eine Ausnahme gibt es, und sie ist eine Besonderheit in rankmio. Falls ein Quiz erstellt wurde, also Fragen zum Anklicken, dann steckt dessen Logik nicht im sichtbaren Text, sondern in technischen unsichtbaren Zusatzangaben: Welche der drei Antworten die richtige ist, welche Auswahlmöglichkeiten zu welcher Frage gehören, welche Erklärung nach dem Klick erscheint. Würde man diese Angaben mit dem Rest entfernen, bliebe vom Quiz nur eine Liste zusammenhangloser Sätze ohne Auswertungsfunktionalität übrig. Sie werden deshalb übernommen — aber nur sie.
Vorhandenes Markup wird geprüft und weitergeführt
Bringt eine im Content Studio geladene Seiten bereits eine schema-Auszeichnung mit, liest das Content Studio diese ein und legt sie als Befund ab. Der Befund sagt dir, was auf der Quellseite steht: wie viele Blöcke es gibt, welche Typen darin vorkommen, welche Fragen ausgezeichnet sind, wer als Autor genannt wird.
Übernommen wird davon nur, was sich beim Bearbeiten nicht ändert. Verlag, Logo, Themen und die Verknüpfungen zwischen den Blöcken bleiben so stehen, wie die Seite sie mitbringt. Viele Websites pflegen diese Angaben sorgfältig über ein SEO-Plugin, und es gibt keinen Grund, sie durch eine eigene Fassung zu ersetzen.
Alles, was den Text beschreibt, entsteht dagegen neu. Sobald du im Editor etwas änderst, stimmt die alte Beschreibung nicht mehr. Du streichst eine Frage, und die Auszeichnung behauptet weiter, es seien zehn. Du formulierst die Überschrift um, und sie nennt noch die alte. Überschrift, Beschreibung, Datum und Fragen kommen deshalb aus deinem Entwurf.
Eine Beschreibung, die etwas anderes sagt als die Seite, ist schlechter als gar keine. Passen strukturierte Daten nicht zum sichtbaren Inhalt, können sie für Suchdarstellungen unbrauchbar werden; bei Verstößen gegen die Richtlinien kann Google außerdem manuelle Maßnahmen ergreifen. Ein Vergleichsfenster im Editor stellt Original und dein Schema Angabe für Angabe nebeneinander, damit du siehst, was bleibt und was sich ändert.
Der Ablauf von Anfang bis Ende hat sechs Schritte:
- Bestehende Seite einlesen
- Inhalt auswerten
- Vorhandenes Markup als Befund prüfen
- Inhalt im Editor bearbeiten
- Strukturierte Daten auf Basis des Originals neu erzeugen
- Als HTML-Datei oder nach WordPress ausgeben
Was beim Speichern entsteht
Sobald du speicherst, sieht sich das Studio deinen Text an und stellt die strukturierten Daten selbst zusammen. Drei Teile können dabei entstehen.
Der erste ist der Rahmen für den Artikel. Er nennt die Überschrift, eine kurze Beschreibung, den Autor und den Herausgeber, das Vorschaubild, das Datum der Veröffentlichung und der letzten Änderung, die Sprache und die Länge des Textes. Diese Angaben stehen alle schon irgendwo — sie werden nur zusammengetragen.
Der zweite Teil ist der Frage-Antwort-Bereich. Steht in deinem Text eine Überschrift wie „Häufige Fragen", werden die Fragen darunter eingelesen und als solche ausgezeichnet. Nur die darunter, wohlgemerkt: Manche Artikel führen auch ihre Kapitel als Fragen, und die zählen nicht mit. Wer unter dieser Überschrift nachsieht, erwartet eine bestimmte Handvoll, und die Auszeichnung soll abbilden, was die Seite verspricht.
Zwei Dinge sind beim Frage-Antwort-Teil wichtig zu wissen. Erstens beschreibt FAQPage-Markup die Fragen und Antworten maschinenlesbar, es führt aber nicht zwangsläufig zu einer erweiterten Darstellung in den Google-Ergebnissen: Diese zeigt Google heute nur noch für bestimmte, besonders autoritative Websites an. Sinnvoll bleibt die Auszeichnung trotzdem, weil sie Fragen und Antworten ausdrücklich als solche kennzeichnet und damit zusätzliche maschinenlesbare Informationen liefert — auch für Systeme jenseits der klassischen Suche.
Zweitens gibt es zwei verwandte Typen, die leicht verwechselt werden. FAQPage steht für redaktionell erstellte Fragen und Antworten, wie sie eine Redaktion unter einen Beitrag setzt. QAPage beschreibt dagegen eine Seite, auf der Nutzer selbst Fragen stellen und Antworten einreichen können, also ein Forum. Für redaktionelle Inhalte ist FAQPage der richtige Typ, und nur den erzeugt das Studio.
Der dritte Teil ist das Quiz, falls eines im Text steht. Dabei werden die Frage, die richtige Antwort und die Erklärung übernommen.
Die drei Teile werden automatisch in einem JSON-LD-Block zusammengeführt.
Was dabei nicht passiert
Erfunden wird nichts. Wenn eine Angabe fehlt, bleibt das Feld leer, statt mit einem Platzhalter gefüllt zu werden. Es gibt kein Ersatzbild, keinen ausgedachten Autor und kein geschätztes Datum. Eine Lücke ist ehrlicher als eine Angabe, die niemand geprüft hat.
Ausgelassen wird außerdem, was wie eine Frage aussieht, aber keine ist. Am Ende vieler Seiten steht eine Einladung im Frageformat, etwa „Bereit, loszulegen?", und darunter ein Knopf. Das ist formal ein Frage-Antwort-Paar, inhaltlich aber Werbung. In einem Frage-Antwort-Bereich hat sie nichts verloren; Google schließt Werbliches dort ausdrücklich aus.
Wie der fertige Beitrag vom Content Studio ausgeliefert wird
Der Content Studio Editor liefert zwei Exportwege, die jeweils die Auszeichnung mit ausliefern.
Der erste legt eine HTML-Datei an, die du herunterlädst. Darin steht oben der unsichtbare Teil mit Titel, Beschreibung, Autor und dem JSON-LD-Block, darunter der Text. Die Datei enthält den Text, die Meta-Angaben und die strukturierte Auszeichnung. Wie sie eingebunden wird, hängt vom jeweiligen CMS ab.
Die zweite Möglichkeit schiebt den Beitrag samt Auszeichnung direkt in eine WordPress-Installation. Zeichnet die Website ihre Beiträge schon selbst aus, etwa mit Yoast, überträgt Rankmio nur die Ergänzungen wie FAQ oder Quiz und keine zweite Artikel-Auszeichnung. Nach dem Veröffentlichen prüft Rankmio, ob das Schema auf der Seite angekommen ist.
Beide Wege prüfen vorher, ob das, was sie mitgeben, überhaupt vorhanden und gültiges Markup ist.
Wo die Grenzen liegen
Wenn das Content Studio Inhalte einliest, können technisch nur die Inhalte mit normalen HTML-Auszeichnungen geladen werden. Extern geladene Stile (CSS) und darauf aufbauende Schriften, Farben und die besonderen Bausteine der Quellseite werden nicht geladen. Die Einbindung externer Stylesheet erfolgt in einer weiteren Ausbaustufe. Aktuell ist das Verhalten so gewollt, denn im Editor arbeitest du am Text und nicht an der Gestaltung.
Manche Seiten bauen ihren Inhalt erst im Browser des Besuchers zusammen, während er die Seite betrachtet. Von solchen Seiten kommt nur an, was schon vorher feststand.
Und das Markup kann nur beschreiben, was tatsächlich da ist. Wo keine Frage im Text steht, entsteht kein Frage-Antwort-Bereich. Wer einen haben möchte, muss Fragen schreiben — das Studio trägt ein, was es findet, und denkt sich nichts dazu.
Wann sich der Weg lohnt
Er lohnt sich bei einer Seite, die inhaltlich in Ordnung ist und der nur die Beschreibung fehlt. Er lohnt sich bei einem älteren Beitrag, den du ohnehin überarbeiten wolltest. Und er lohnt sich, wenn du bei mehreren Seiten erst einmal wissen möchtest, ob überhaupt eine Auszeichnung vorhanden ist — dafür reicht der Befund, ohne dass du etwas änderst.
Nicht lohnt er sich, wenn ein Beitrag ohnehin neu geschrieben gehört. Dann fängst du besser mit einem Briefing an, statt den alten Text zu retten.
Häufige Fragen
Kann ich jede beliebige Seite holen?
Alle Seiten, die öffentlich im Netz stehen, auch fremde. Nicht möglich sind Adressen aus internen Netzen und Seiten, die erst nach einer Anmeldung erscheinen. Der Abruf verhält sich dabei wie ein gewöhnlicher Besucher und nimmt das, was die Seite ihm zeigt.
Verändere ich damit die ursprüngliche Seite?
Nein. Sie wird nur gelesen, so wie ein Besucher sie liest. Was im Studio entsteht, gehört zu deinem Entwurf und verlässt ihn erst, wenn du die Datei herunterlädst oder den Beitrag veröffentlichst.
Was kostet das?
Nichts. Der Artikelrahmen, der Frage-Antwort-Bereich und das Quiz entstehen allein aus deinem Text, ohne dass ein Sprachmodell mitrechnet. Credits kostet nur die andere Variante, bei der eine KI einen Vorschlag erstellt — für diesen Weg brauchst du sie nicht.
Warum stehen in meinem Frage-Antwort-Bereich weniger Fragen als im Text?
Weil nur die Fragen unterhalb der Überschrift „Häufige Fragen" aufgenommen werden. Führt dein Beitrag auch seine Kapitel als Fragen, bleiben diese außen vor. Fehlt eine solche Überschrift ganz, wird stattdessen der gesamte Text ausgewertet.
Kann ich die strukturierten Daten hinterher noch ändern?
Ja. Er steht im Editor sichtbar da und lässt sich kopieren oder von Hand bearbeiten. Was du geändert hast, bleibt beim nächsten Speichern erhalten, denn ergänzt wird nur, was noch fehlt.
Was wird aus einem Quiz der Quellseite?
Der Aufbau wird übernommen, das zugehörige Programm nicht. Beim Herunterladen und beim Veröffentlichen fügt das Studio ein eigenes hinzu. So gelangt kein fremder Programmcode in den Editor, und das Quiz funktioniert trotzdem.